20.11.2025 - 5 Wappen für den Gemeindebezirk Erbach

Beschluss:
geändert beschlossen
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OV Uhl informiert, er habe nochmals Gespräche mit Herrn Emser von der Stadtverwaltung, Leiter der Denkmalpflege und mit dem Heraldiker Herrn Heintz geführt. Herr Heintz habe sich nochmal intensiv mit dem Thema Wappen für Erbach auseinandergesetzt und bittet den Ortsrat darum, die Grundregeln der Heraldik zu beachten. Dies bedeute, Farbe an Farbe dürfe in einem Wappen nicht aneinander angrenzen. Heraldiker Heintz sei nicht bereit, ein Wappen, welches nicht den Regeln entspreche, durch seine Expertise beim Heroldsausschuss einzureichen.

OV Uhl führt weiter aus, dass somit ein blauer Wellenbalken abzulehnen sei. Laut Herrn Heintz müsse Wasser nicht blau dargestellt werden. Der OV weist zudem darauf hin, dass es im Saarland 18 Ortswappen mit einem silbernen Wellenbalken gebe und fügt als persönliche Anmerkung hinzu, dass Wasser in seinem reinen Zustand klar sei, und nur durch die Spiegelung des Himmels blau erscheine.

Weiterhin äußert OV Uhl, in der letzten Sitzung habe man darüber gesprochen, eventuell eine zweite Meinung einzuholen. Dies sei nicht so einfach, da es im Saarland niemanden mit dieser Expertise wie Herrn Heintz gebe. Außerdem müssten die Kosten sodann durch den Ortsrat getragen werden.

 

ORM Weber kommentiert, er habe die Thematik intern mit der FWG besprochen, was einstimmig mit einem Kopfschütteln beantwortet worden sei. Die Angelegenheit sei Symbolpolitik und die FWG lehne dies vom Grunde heraus ab. Er habe letztes Jahr in der entsprechenden Sitzung für den Prüfauftrag gestimmt und dabei übersehen, dass dieser eine Erweiterungsklausel beinhalte, für den Fall, dass keine historische Bedeutung da sei, dass man eine suche. Es sei ein Automatismus in Gang gesetzt worden, mit welchem er nicht einverstanden sei. Bisher habe er sich zurückgehalten, jedoch lehne die FWG das Wappen vom Grunde heraus ab, da es keine rechtliche Relevanz habe. Nach der Meinung der FWG gehöre diese Thematik ins Vereinswesen. Es sei nicht einzusehen, dass man sich auf politischer Ebene mit so etwas beschäftige. Daher gebe es von ORM Weber ein klares Nein, egal wie das Wappen aussehe.

 

OV Uhl weist darauf hin, es gehe ihm um ein Identifikationssymbol für den Ort. Andere Orte, welche eine entsprechende Eigenständigkeitsgeschichte vor 1974 haben, hätten auch ein Wappen und führen dies auf beispielsweise Dokumenten oder am Ortsratsgebäude. Erbach habe dies nicht, das sei der Anlass für den Einstieg in dieses Thema gewesen. Auch verweist OV Uhl darauf, dass nahezu alle andern Ortsteile von Homburg dem gefolgt seien und würden sich nun ebenfalls mit dem Thema Wappen beschäftigen.

 

ORM Wagner erklärt, er habe sich sachkundig gemacht und es gebe deutschlandweit viele Wappen, bei welchen Farbe an Farbe liege. Seine persönliche Meinung sei, dass der Heraldiker hier seine Meinung durchdrücken wolle.

 

ORM Fernes schließt sich der Meinung an und sagt, man brauche kein Wappen.

 

OV Uhl sagt, er bedauere dies und finde es schade. Jedoch gehe er nach der Mehrheit. Er persönlich könne sich vorstellen, das Wappen mit dem blauen Bach an den Heroldsausschuss zu schicken und prüfen zu lassen.

 

ORM Weber schlägt einen Kompromissvorschlag vor, man könne die Wappenthematik an einen Verein weitergeben, welcher diese weiterführe.

 

OV Uhl sagt, das Thema habe hier im Ortsrat schon viele Diskussionen ausgelöst. Reiskirchen wolle die Thematik nun unter einer Bürgerbeteiligung angehen, was zu noch mehr Diskussionen führe. Wenn man das Thema nun an einen Verein weitergebe, sei die Frage, zu welchem Ergebnis dieser komme.

OV Uhl weist darauf hin, wenn der Ortsrat ein Wappen wolle, welches einigermaßen den Kriterien entspricht, dann solle man den Lehren der Heraldik folgen. Er persönlich habe Vertrauen in den Heraldiker Herrn Heintz. Der OV macht den Vorschlag, das Wappen mit dem blauen Bach beim Heroldsausschuss vorprüfen zu lassen und zu schauen, was dabei rauskomme.

 

ORM Seitz ist der Meinung, man habe nun so lange diskutiert und spricht sich dafür aus, sich nun zu einigen.

 

ORM Burgard sagt, er halte ein Wappen für den Stadtteil Erbach für enorm wichtig. Große Teile Erbachs seien nach dem Krieg entstanden, man habe außer bei St. Andreas keine dörflichen Strukturen. Auch die Stadtteilkonferenz Lebendiges Erbach habe in der Vergangenheit bereits ein Logo entwickelt. Er plädiert für ein Wappen, dies sei zur Identitätsbildung, auch unter dem Gesichtspunkt der vielen Neubürger in Erbach enorm wichtig.

 

ORM Wagner äußert, man sei bei einem Logo an keine heraldischen Vorgaben gebunden.

 

OV Uhl bestätigt dies, weist aber darauf hin, dass er mit einem Wappen aber etwas Dauerhaftes schaffen wolle.

 

ORM Weber sagt, man dürfe ein Wappen jedoch nicht auf Briefköpfen etc. verwenden.

 

Dem wiederspricht OV Uhl und sagt, ein eigenes Wappen dürfe der Ortsrat verwenden, lediglich das Wappen der Stadt nicht.

 

ORM Weber stellt fest, dass ein Wappen sodann doch eine rechtliche Relevanz habe.

 

OV Uhl bestätigt, selbstverständlich habe ein eigenes Wappen eine rechtliche Relevanz für den Ortsteil.

 

ORM Seitz betont, sie spreche sich für ein Wappen anstatt eines Logos aus. Sie habe schon bei einigen Vereinen miterlebt, was eine Änderung des Logos für einen Rattenschwanz nach sich ziehe. Weiterhin fragt sie, ob man ein Wappen sodann für alle Zukunft habe.

 

OV Uhl erklärt, eine Wappenänderung könne in der Theorie über den Ortsrat oder eine übergeordnete behördliche Seite erfolgen, aber das wolle man eher nicht.

 

ORM Anstäth-Fuchs betont, auch sie ist der Meinung, man solle nun zu einem Ergebnis kommen und keine Zweitmeinung einholen. Auch spricht sie sich für ein Wappen anstatt eines Logos aus.

 

OV Uhl verdeutlicht, es gehe natürlich darum, ein Wappen auch verwenden zu dürfen. Man könne es beispielsweise am Ortsratsbüro, auf Briefköpfen oder auf einer Fahne verwenden oder es Vereinen zur Verfügung stellen.

 

ORM Fernes verweist nochmals auf mehrere Wappen, bei welchen Farbe an Farbe liege. Er sei der Meinung, Herr Heintz wolle seinen Entwurf durchbringen.

 

OV Uhl erwidert, er habe sich intensiv damit befasst und diese Regeln gebe es.

Er biete an, den eigenen Entwurf mit dem blauen Bach an den Heroldsauschuss zu schicken und prüfen zu lassen.

 

ORM Kayadelen schlägt vor, man könne den Entwurf mit dem blauen Bach zur Vorprüfung beim Heroldsausschuss einreichen und sofern dieser abgelehnt werde, den Entwurf von Herrn Heintz dem Heroldsausschuss nachreichen.

 

Der Ortsrat diskutiert über die Wappenentwürfe.

 

ORM Leiner sagt, man sei beschlussfähig und solle nun eine Entscheidung treffen und einen Beschluss fassen.

 

OV Uhl hebt hervor, er möchte kein Wappen mit einer knappen Mehrheitsentscheidung haben, da er mit dem Wappen einen gewissen integrativen Effekt erzielen möchte.

 

ORM Seitz greift den Vorschlag von ORM Kayadelen auf und befürwortet diesen.

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Beschluss:

Der Ortsrat beschließt, den Wappenentwurf mit einem silbernen Hintergrund, einem blauen Bach, einem schwarzen Eber und grünen Zahnrädern bei dem Heroldsausschuss zur Vorprüfung einzureichen. Falls dieser Entwurf vom Heroldsausschuss abgelehnt wird, beschließt der Ortsrat, den Wappenentwurf des Heraldikers mit einem grünen Hintergrund, einem silbernen Bach, einem silbernen Eber sowie silbernen Zahnrädern beim Heroldsausschuss einzureichen.

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Abstimmungsergebnis:

mehrheitlich beschlossen bei

9 Ja Stimmen (5 CDU, 1 SPD, 1 Linke, 2 AfD)

1 Nein Stimme (SPD)

1 Enthaltung (FWG)

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