20.11.2025 - 6.3 Information Sachstand Glasfaserausbau

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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OV Uhl berichtet, die Deutsche Glasfaser habe bekannt gegeben, dass sie, aufgrund geänderter Strategie, in den kommenden 3 Jahren keinen Ausbau vornehmen werde. In anderen Projekten in Rheinland-Pfalz und in Teilen des Saarlandes habe sich die Deutsche Glasfaser in Gänze zurückgezogen. Das habe sie hier noch nicht getan. OV Uhl vermutet, dass dies eventuell daran liegen könne, dass die Deutsche Glasfaser eine Backbone Leitung und somit Infrastruktur in Erbach liegen habe. Laut der Deutschen Glasfaser jedoch, seien diese aktuell nicht in der Lage, Projekten wie geplant nachzugehen, unter anderem wegen Problemen mit ausführenden Firmen.

OV Uhl erläutert weiter, dass die Innenstadt von der Deutschen Telekom ausgebaut werde. Dies führe zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Darüber hinaus müsse unterschieden werden zwischen dem geförderten Ausbau, wo derzeit ein Vergabeverfahren laufe und dem eigenwirtschaftlichen Ausbau. Hier habe die Deutsche Glasfaser erklärt, sie werde sich auch aus dem geförderten Ausbau zurückziehen. Dies sei erheblich und ernüchternd laut OV Uhl.

Die Telekom wiederum habe angedeutet, dass sie nicht weiter in den Ausbau einsteigen werde. Weiterhin habe man durch die Zeitung oder den SR erfahren, dass bei der Deutschen Glasfaser derzeit ein Korruptionsverfahren gegen ehemalige Beschäftigte laufe. Laut OV Uhl habe er und andere Ortsvorsteher mit der Stadtverwaltung gesprochen und diese gebeten, dass die Stadt möglichst zeitnah gemeinsam mit dem eGo Saar ein Vorgehen entwickeln solle. Er befürchte, dass Homburg erst der Anfang gewesen sei. Für Homburg sei dies in der aktuellen wirtschaftlichen Situation dramatisch. Man habe erst kürzlich ein neues großes Industriegebiet ausgewiesen, Glasfaser gehöre hier eigentlich zur Standardinfrastruktur.

 

ORM Weber erklärt, die Deutsche Glasfaser sei die ehemalige Inexio. Er habe lange mit diesen zusammengearbeitet. Nach dem Übergang zur Deutschen Glasfaser sei dort der Service zusammengebrochen. Man sei lediglich auf Profit ausgelegt. Weiterhin glaubt ORM Weber, dass wenige Menschen ihre seit Jahren bestehenden Verträge für Telefonie und Internet kündigen würden, um einen Vorvertrag bei einem neuen Unternehmen abzuschließen und sich für mindestens 24 Monate an dieses binden würden.

 

OV Uhl antwortet, es sei kein Thema der Wirtschaftlichkeit, sondern ein Thema der Baukapazitäten. Die Mindestanzahl an Vorverträgen haben vorgelegen. Die Deutsche Glasfaser habe sich seiner Meinung nach in der Summe übernommen.

Es sei ein Problem, dass die direkte Nachbarschaft, auch in Rheinland-Pfalz, ausgebaut und am Netz sei. Die abgeschlossenen Vorverträge haben seiner Kenntnis nach keine Bindungswirkung.

 

Derzeit werde geprüft, ob eine Mitverlegung von Glasfaser durch Gas-, Wasser-, Strom- oder Abwasserleitungen möglich sei.

 

ORM Wagner sagt, er selbst habe 2 Vorverträge, einen in Erbach und einen in Beeden. Es habe vor kurzem ein Schreiben der Deutschen Glasfaser gegeben, dass bisher nichts in die Wege geleitet worden sei.  Bisher seien keine Leerrohre verlegt worden. Außerdem gäbe es Aussagen, dass die Deutsche Glasfaser zum Teil bereits Insolvenz angemeldet habe.

 

OV Uhl antwortet, dass er dies noch nicht gehört habe, aber, dass die Deutsche Glasfaser selbst gesagt habe, sie werde sich anders aufstellen und Mitarbeiter abbauen.

 

ORM Burgard fragt nach der Rechtslage bei einem unterschriebenen Vorvertrag.

 

OV Uhl erläutert, dass er dazu keine rechtlich verbindliche Aussage tätigen könne. Die Verbraucherzentrale sage, man könne den Vorvertrag problemlos kündigen.

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