22.01.2026 - 5 Friedhöfe im Gemeindebezirk Einöd

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Der Tageordnungspunkt 8.1 „Prüfergebnis zu: „Antrag der SPD-Fraktion: Friedhofsgestaltung und Erneuerung von Beschriftungen an Gedenkstätten (2025/0839/100)““ wird mit besprochen.

 

OV Schuberth erklärt, dass der Tagesordnungspunkt aufgrund der letzten Sitzung zustande gekommen sei. Er habe die E-Mail von Herrn Willig zusammengefasst, wonach die Sanierung des Hauptweges auf dem Friedhof Einöd bereits beauftragt worden sei und, sofern es die Witterung erlaubt hätte, noch im vergangenen Jahr durchgeführt werden sollte. Er gehe jedoch davon aus, dass dies nicht möglich gewesen sei.

 

Herr Willig teilt mit, die Umsetzung sei nahezu abgeschlossen, es fehle lediglich noch das Aufbringen von Rollsplitt.

 

OV Schuberth führt aus, bezüglich des Soldatengemeinschaftsgrabes seien bereits Gespräche mit einem Steinmetz geführt worden. Das Ehrenmal habe sich Herr Willig noch ansehen wollen. Hinsichtlich der Beleuchtung der Leichenhalle sei Herr Willig nicht zuständig. Abschließend stellt OV Schuberth die Frage, wie das weitere Vorgehen in Bezug auf den Friedhof vorgesehen sei. Im Jahr 2017 sei ein Plan vorgestellt worden, der zwischenzeitlich jedoch überholt sei.

 

Herr Willig erläutert, dass sich das Konzept im Vergleich zu 2017 nicht wesentlich geändert habe. Lediglich die Grabdaten hätten sich verändert. Man beabsichtige, die Gräber künftig wieder verstärkt in Richtung der Leichenhalle zurück zu bringen, während die anderen Grabfelder nach und nach auslaufen sollten. Der Fokus solle wieder stärker auf den Bereich um die Leichenhalle gelegt werden. Die Grabarten verteilten sich derzeit auf etwa 10 % Erdbestattungen, während der überwiegende Teil Baumbestattungen seien. Im Verwaltungsbereich Einöd, Schwarzenacker und Ingweiler habe es im Jahr 2025 insgesamt 38 Beisetzungen gegeben. Allein in Einöd seien es 26 Urnenbeisetzungen und 3 Erdbeisetzung gewesen. Von den 26 Urnenbeisetzungen seien 16 als Baumbestattungen erfolgt. Es sei zutreffend, dass die Zahl der Erdbestattungen abnehme und dadurch Lücken entstünden. Allerdings benötigten Baumbestattungen einen größeren Flächenbedarf. Für einen Baum würden etwa 30 qm² benötigt, und diese Fläche müsse zusammenhängend sein. Erdgräber mit einer Größe von etwa 3 bis 3,5 qm² könnten gegebenenfalls dazwischen angeordnet werden. In Einöd sei vor sieben bis acht Jahren eine größere Umbaumaßnahme durchgeführt worden mit Stelen und einem neuen Tiefengrabfeld, das nicht wie vorgesehen genutzt werde. Bei dem Tiefengrabfeld seien die Ränder belegt, allerdings sei die Mitte frei. Man wolle daher künftig keine weiteren Erdgräber in diesem Bereich. Im unteren Bereich am Hauptweg befänden sich noch Urnengräber. Für die Baumgräber seien kleinere Bäume vorgesehen, die klein blieben, jedoch blühen und farbliche Akzente setzen könnten. Die Flächen, die vor etwa 20 Jahren belegt worden seien, sollten nach und nach auslaufen.

 

OV Schuberth fragt, ob ausreichend Platz für Baumbestattungen vorhanden sei.

 

Herr Willig antwortet, dass er die wertvolle Fläche unmittelbar an der Leichenhalle ungern für Baumgräber nutzen würde. Den Schwerpunkt würde er lieber weiter nach hinten verlagern, beispielsweise auf das Plateau.

 

OV Schuberth stellt die Frage, ob im vorderen Bereich die Grundstruktur beibehalten werden solle.

 

Herr Willig bejaht dies.

 

ORM Niepagen möchte wissen, wie viele Bestattungen pro Baum möglich seien.

 

Herr Willig teilt mit, es gebe einstellige sowie zweistellige Baumgräber.

 

ORM Cenic fragt, wie lange die maximale Liegedauer an einem Baum sei.

 

Herr Willig sagt, diese sei abhängig von der Anzahl der Beisetzungen und könne zwischen 15 und 30 Jahren betragen.

 

ORM Eis-Pick merkt hinsichtlich des Hauptweges, im oberen Bereich bei den Baumgräbern, an, dass der Übergang vom Weg zum Grabfeld sehr fließend sei und kaum erkennbar werde, dass man das Grabfeld betrete. Sie fragt, ob dort gegebenenfalls eine kleine Hecke zur Abgrenzung gepflanzt werden könne.

 

Herr Willig teilt mit, vom Hauptweg aus könne man sicherlich eine pflanzliche Abgrenzung vornehmen. Wenn man sich auf der Fläche befinde und den Gedenkstein passiere, beginne dahinter bereits die Begräbnisstätte.

 

ORM Eis-Pick fragt, ob neue Bänke geplant seien.

 

Herr Willig antwortet, dass derzeit keine neuen Bänke geplant seien.

 

OV Schuberth merkt an, dass immer wieder angesprochen werde, dass die Wiese unter den Bäumen nicht schön sei.

 

Herr Willig erklärt, dass es sich um eine Naturbestattung handele. Es sei eine bewusste Entscheidung der Menschen, diese Grabart zu wählen, da hierbei die Verbindung zur Natur im Vordergrund stehe. Es handele sich dabei mit Sicherheit nicht um eine Zier-Rasenfläche, wie man sie im eigenen Garten habe und dies könne man auch nicht leisten. Es sei eine Wiesenfläche, auf der es auch Maulwürfe gebe, die man nicht vertreiben wolle. Im ersten Baumgrabfeld habe man eine bestehende Wegefläche einbezogen und dort Urnenbestattungen durchgeführt. Der Bezugspunkt und das Wesentliche seien dort die Bäume.

 

OV Schuberth teilt mit, dass im hinteren Bereich offenbar auch der Weg mit einbezogen sei, in dem sich eine Urne befinde. Dies sehe nicht besonders gut aus. Möglicherweise müsse man dies gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern besser kommunizieren.

 

Herr Willig ergänzt, dass als Alternative die Baumbestattung im Wald bestehe. Es sei nie Ziel dieser Bestattungsart gewesen, diese in der Weise zu pflegen. Allein die Zahlen sprächen für sich. In der letzten Gebührensatzung sei die Baumbestattung angehoben worden und dennoch sei die Nachfrage weiterhin sehr groß. Natürlich könne man es nie allen recht machen.

 

OV Schuberth teilt mit, dass es einige Menschen gebe, die falsche Vorstellungen von dieser Bestattungsart hätten.

 

ORM Cenic weist außerdem darauf hin, dass in Ingweiler das Tor nicht mehr in Ordnung sei und fragt, ob man sich dies noch einmal anschauen könne.

 

OV Schuberth merkt bezüglich der Soldatengräber an, dass die Schrift größtenteils nicht mehr zu lesen sei. Die Anlage sei sehr schön gestaltet. Eine Anregung des Ortsrates vor einigen Jahren sei gewesen, die Gräber mit Bezug zum Krieg in einer Reihe anzuordnen, was sehr gut gelungen sei. Wenn man dies schon mache, solle man auch darauf achten, dass die Schrift gut erhalten bleibe.

 

Herr Willig teilt mit, dass man bereits Kontakt mit einem Bildhauer aufgenommen habe, der die Schrift erneuern solle. Zudem gebe es einen Stein, der sehr stark beschädigt sei.

 

OV Schuberth ergänzt, möglicherweise müsse man den gesamten Stein erneuern.

 

Herr Willig teilt mit, dass er bislang noch keinen Kontakt mit der Denkmalpflege gehabt habe. Er denke jedoch, dass man die Schrift für einige Jahre noch einmal erneuern könne. Bezüglich des großen Denkmals vor dem Friedhof führt er aus, dass bereits ein Angebot für eine neue Befestigung sowie für die Zuwegung eingeholt worden sei. Zudem sei ein Angebot für eine neue Abdeckung des Denkmals angefragt worden, da sich die Kupferabdeckung bereits löse.

 

OV Schuberth erklärt, dass man sich darum kümmern müsse. Auch der Bodenbelag sei in einem desolaten Zustand. Dieser sei vor etwa 10 bis 15 Jahren erneuert worden und die Beschriftung habe damals Ulli Fremgen (Umweltschutzbeauftragter) mit seinen Helfern neu angebracht. In Schwarzenacker sehe es insgesamt noch recht gut aus. Lediglich am Ehrenmal sei festgestellt worden, dass an der rechten Ecke etwas abbröckele. In Ingweiler sei die Fläche für mögliche Bestattungen hingegen gering.

 

Herr Willig ergänzt, man könne dort noch Bäume für Baumbestattungen pflanzen. Wenn Friedhöfe nicht mehr genutzt würden, lege man dort häufig auch Blumenwiesen an.

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