11.12.2025 - 26.3 Orange Day gegen Gewalt an Frauen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 26.3
- Sitzung:
-
Sitzung des Stadtrates
- Gremium:
- Stadtrat
- Datum:
- Do., 11.12.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 17:45
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
RM Stolz-Fernandez erklärt, man wolle ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen und das Schweigen brechen. Jede dritte Frau erlebe in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Es passiere oft im Verborgenen und käme auch in Homburg vor. Man wolle zeigen, dass man hinsehe, zuhöre und zusammen gegen jede Form von Gewalt stehe. Es gehe um Aufklärung, Schutzräume und Solidarität. Gewalt sei keine private Sache und Schweigen keine Lösung. Nur gemeinsam könne man etwas verändern.
RM Kaya-Karadag erklärt, es gehe nicht um entfernte Schicksale. Viele Frauen würden aus Angst nicht darüber sprechen. Als Stadt müsse man ein klares Zeichen setzen, nicht wegschauen und Verantwortung übernehmen. Ein starkes Zeichen sei die Einrichtung des Arbeitskreises gegen Gewalt an Frauen gewesen. Als Stadt müsse man zusammenstehen, wenn es darauf ankomme, Strukturen stärken und Anlaufstellen sichtbar machen.
RM Christine Maurer sagt, es bestehe Hoffnung auf eine realistische, baldige und wohnortnahe Erst- und Notversorgung von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen seien, und deren Kinder hier in Homburg. Der Orange Day finde einmal im Jahr weltweit statt. Darüber hinaus gebe es noch das Roter Stuhl Projekt. Ein erstes realistisches Angebot, dass von der Stadt unter Zustimmung des Arbeitskreises skizziert worden sei, sei eine Perspektive, um sich aus Gewaltverhältnissen lösen zu können. Ab dem Jahr 2032 gebe es einen Rechtsanspruch auf Beratung und Schutzräume. Bis dahin müsse es einen Landesaktionsplan geben. Das Erstangebot in Homburg müsse durch qualifizierte Begleitung des Saarpfalz-Kreises mitgetragen werden. Sie rege parteiliche Stellungnahmen an, welche auch an die großen Fraktionen des Kreistages des Saarpfalz-Kreis gerichtet werden sollten, verbunden mit der Aufforderung, sich aktiv im Hier und Jetzt für einen Auftrag an die Verwaltung des Saarpfalz-Kreises auszusprechen. Dieser müsse beinhalte, sich gezielt mit der Problematik konzeptionell auseinander zu setzen, erste Entwürfe der Stadt Homburg fachlich zu unterstützen, ein verzahntes Handeln mit der Koordinierungsstelle häusliche Gewalt herzustellen, bei der Bestandsaufnahme die Bedarfslage im Saarpfalz-Kreis zu sichern und sich umgehend einzubringen und nicht erst auf den Landesaktionsplan zu warten.
RM Spaniol berichtet, dass der bestehende Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen mit viel Engagement Ergebnisse erzielt habe. Der Antrag an den Kreistag sei in den Ausschuss geschoben worden. Frauenhäuser seien leider unterpersonalisiert und unterfinanziert. Sie danke dem Arbeitskreis für seine Arbeit. Es gebe jetzt eine Notunterkunft.
RM Rippel findet es richtig, als Kreisstadt Homburg auf dieses Thema hinzuweisen. Er erläutert, dass auch bereits in der vergangenen Woche für Menschen mit Behinderungen das Rathaus lila angeleuchtet gewesen sei. Es gebe im privatem, öffentlichen und digitalen Umfeld Gewalt gegen Frauen. Es liege in der Verantwortung aller, ein Zeichen dagegen zu setzen.
BG Scheidweiler erklärt, er sei kein Freund von Symbolpolitik. Man müsse dieses Thema aus der Tabuzone herausholen und es das ganze Jahr über im Stadtbild verankern. Er sei froh, dass es den Arbeitskreis gebe. Dieser arbeite sehr konstruktiv, auch, wenn man hier eigentlich keine Zuständigkeit habe. Der Arbeitskreis funktioniere überfraktionell und alle würden an einem Strang ziehen.
RM Anslinger möchte wissen, wann es den ersten Schutzraum für Frauen im Saarpfalz-Kreis geben werde.
BG Scheidweiler erklärt, man sei noch in Abstimmungen zum Betrieb des Schutzraumes. Der Raum sei bereits vorhanden. Hierüber werde man im Arbeitskreis sprechen.
